Die Emslandlager

Die ersten Konzentrationslager der Nazis entstanden bereits 1933 und 1934, u. a. nahe der holländischen Grenze entlang der Ems bei Papenburg. Die bekanntesten hiervon waren Börgermoor und Esterwegen. Hierhin wurden die 1933 und 1934 verhafteten bekannten politischen Gegner der Nazis verschleppt. Nur mit Spaten und Hacken und anderem primitiven Gerät bestückt, mußten die Häftlinge täglich viele Stunden im nahegelegenen Moor für ein Prestigeobjekt der Nazis dieses entwässern und "kultivieren". Viele hundert Häftlinge kamen bei der schweren Arbeit oder durch Folter und Schikanen im Lager ums Leben.

Das bekannte Lied "Wir sind die Moorsoldaten" stammt von den Häftlingen aus der Anfangszeit der Emslandlager. Auch einige Mülheimer, die aus politischen Gründen zu dieser Zeit verhaftet waren, wurden für lange Monate dorthin verschleppt, hierzu gehörten u.a.: Günther Daus, Fritz Strothmann, Fritz Terres, Konrad Goebels, Heinrich Müllerstein und Otto Gaudig.
Bekannter Häftling war der Schriftsteller Carl von Ossietzky.

 

 

Standorte der EmslandLager

- Börgermoor

- Aschendorfer Moor

- Brual - Rhede

- Walchum

- Neusustrum

- Oberlangen

- Esterwegen

- KZ - Gedenkstätte
  Bockhorst /Esterwegen

- Wesuwe

- Versen

- Fullen

- Groß - Hesepe

- Dalum

- Wietmarschen

- Bathorn

- Alexisdorf,
  heute Neugnadenfeld

 


Günther Daus,
Funktionär des kommunistischen
Jugendverbandes (KJVD);
Juni 1946 Bürgermeister in
Mülheim an der Ruhr


Fritz Strothmann,
Mitglied der KPD,
nach 1945
IG Metall-Hauptvorstand


Heinrich Müllerstein,
Mitglied der KPD,
inhaftiert wegen illegaler Tätigkeit

 


Fritz Terres,
1933 Mitglied des Stadtrates(KPD)
ermordet 1945 im
KZ Flossenbürg

Otto Gaudig,
Fraktionsvorsitzender der KPD Stadtratsfraktion.
Ermordet am 13. April 1945
in der Wenzelnbergsschlucht bei Langenfeld